Mittwoch, 18. Juni 2008

JBK - oh jee!

Er findet, dass er zu sehr "menschelt" - ich auch. Er findet ihn nervig - ich auch (wer nicht?). Und das schon in seinem normalen Sendealltag, wenn er kocht und lacht und immer so freundlich und nett ist - ein Traum für jede Schwiegermutter. Ich bin aber keine Schwiegermutter und werde aller Voraussicht nach in meinem Leben auch nie eine Schwiegermutter sein (man soll natürlich niemals nie sagen)..

Fast noch nerviger als in seinem normalen Sendealltag ist JBK (wer bis hierhin noch nicht wusste, von wem die Rede ist) als Fußball-Moderator beim ZDF mit den beiden Experten Urs Meyer und Jürgen Klopp. Klopp ist klasse, Meyer na ja und Kerner - puhhh....

Zwei Beispiele aus der Vorberichterstattung des gestrigen Spiels Frankreich vs. Italien gefällig? Kein Problem:

Regen: Nachdem Kerner und seine Kollegen eine Zeit lang über die Aufstellung der Niederlande (deren Partie gegen Rumänien zeitgleich lief und am Rand mit betrachtet wurde) gerätstelt hatten, kam die grandiose Überleitung Kerners zum Beitrag, der Aufschluss geben sollte: "Viel Spekulatius, schauen wir uns doch die Aufstellung einmal an!" Argh!!!!

Traufe: Kerner zum gehaltenen Elfmeter vom italienischen Torwart Buffon gegen den Rumänen Mutu im letzten Spiel und zum insgesamt engen Spielausgang: "Das war ein unglaublich knappes Höschen!" Puuhh!!!

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Löwenherz - 18. Jun, 14:51

Und nicht nur das!

Ganz abgesehen von dem infernalischen Moderatorentrio halte ich die Wahl, die Bregenzer Seebühne als Sendestudio zu verwenden, für eine Katastrophe.

Punkt 1: Wie größenwahnsinnig ist es eigentlich zu erwarten, dass es in und rund um Bregenz jeden Tag etwa siebentausend (!) Menschen gibt, die bereit sind, sich sieben Stunden lang ins Publikum zu setzen und Geld dafür zu bezahlen. Ausgenommen der Deutschlandspiele war die Tribüne nie ganz gefüllt und vor allem vor den 18 Uhr Ansetzungen teilweise nicht mal zu einem Drittel besetzt.

Punkt 2: Und selbst wenn die Tribüne ganz gut gefüllt war, hatte der Sender das Publikum nie in Griff. Das johlte und pfiff und feierte sich selbst, ohne groß auf das Gequatsche der drei von der Seebühne zu achten. Diese wiederum mussten sich gegenseitig anschreien, um überhaupt das Wort des anderen zu verstehen. So entsteht keine dichte Fernsehatmosphäre.

Punkt 3: Wie kann es sein, dass ein millionenschwerer Sender nicht in der Lage ist, ein wetterfesteres Studio zu finden oder wenigstens dieses ordentlich überdachbar zu machen? Das ist nicht der erste regenreiche Juni in Deutschland. 2006 war da eine absolute Ausnahme.

Punkt 4: Die Technik. Ich hab ja nix gegen die Grafiktafeln, die Herr Klopp zum Erklären des Spiels gebraucht. ABER: Erstens nutzen sie diese nicht ordentlich, da Herr Klopp entweder die Funktionen nicht wirklich ausreizt oder das Programm an sich einfach zu schlecht ist. Jedenfalls sieht man meist nur Totalen mit Spielern, die angesichts der grafischen Qualität gut und gern auch aus FIFA 98 stammen könnten.

Punkt 5: Ganz kurz. Dieses hässlische Auge von der Tosca-Inszenierung im Hintergrund! Warum nicht einfach einen Fußball drübergeklebt?

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